Lothar Kannenberg gibt den Jugendlichen eine Chance auf ein besseres Leben - die Herausforderung den Weg von der Straße in ein strukturiertes und familiäres Umfeld zu schaffen. Den Jugendlichen fehlen in erster Linie klare Regeln und sinnvolle Beschäftigungen sowie Menschen, die sie führen und stärken und somit eine starke Gemeinschaft bilden. Im Zeitraum von ca. einem halben Jahr leben und arbeiten die Jugendlichen in ihrem neuen zu Hause. Der Weg aus der Gewalt in ein faires Miteinander beginnt – keiner ist egal, alle sind Bestandteil einer Gruppe. Ein strukturierter und straffer Tagesablauf lässt keine Langeweile aufkommen. Der Tag beginnt um 6:00 Uhr und endet um 22:30 Uhr. Mehrfach eingeplante Sporteinheiten wie Fußball, Laufen, Kraft- oder Boxtraining dienen den Camp-Bewohnern als hilfreiches Ventil, um Stress und Emotionen abzubauen. Pädagogische Hilfsmittel wie gemeinsames Zähneputzen, feste Essens- und Ruhezeiten tragen zu einer angenehmen Ordnung und einem Gemeinschaftsgefühl bei. Alle anfallenden Arbeiten wie Putzen, Waschen, Kochen oder Gartenpflege werden von den Jugendlichen selbst ausgeführt. Täglich werden aktuelle Themen diskutiert, das Verhalten mit Hilfe von Respekttrainern trainiert und die Bereitschaft zum Lernen aktiviert. Abschließend schreiben die Jugendlichen einen täglichen Bericht über das Erlebte und ihre Gefühle. Nach dieser Reflexion findet ein ausgefüllter Tag, bei einem Spieleabend oder anderen gemeinsamen Aktivitäten, seinen Ausklang.
Die Jugendlichen übernehmen Verantwortung
Mit der Zeit werden Patenschaften für jüngere Bewohner übernommen, oder sie sind nach vier Monaten sogar für eine ganze Gruppe verantwortlich. Selbstbewusstsein und Verantwortungsgefühl werden enorm gestärkt! Es entstehen gemeinsame Projekte wie Theateraufführungen, Teilnahmen an Sportveranstaltungen sowie Initiativen, durch die anderen sozial Schwächeren ebenso geholfen wird.
Von 20 ständig im Camp lebenden Bewohnern entscheidet sich in den ersten vier Wochen, ob diese ihre große Chance im Leben nutzen. Die Erfolgsquote ist enorm! 80 % der Jugendlichen bleiben und wechseln nach maximal neun Mo-naten in ein betreutes Wohnen; im optimalsten Fall in Verbindung mit einer betrieblichen Ausbildung.
Diese gemeinnützige Jugendeinrichtung mit ca. 20 Mitarbeitern - darunter Erzieher, Diplom-Sozialpädagogen und Respekttrainer - wird mitunter durch Spenden, Förderer sowie Sponsoren finanziert.
Wir freuen uns, dieses großartige Sozialprojekt mit zu unterstützen.
